Eröffnung von „Darkskyfriends“

Herzlich Willkommen auf "Darkskyfriends"!

Diese Webseite soll die Faszination eines dunklen Sternenhimmels vermitteln. Wer einmal beim Licht der Milchstraße Zeitung gelesen hat, weiß, was gemeint ist. Heute können die wenigsten Menschen in Europa noch die Milchstraße sehen, da die zunehmende Lichtverschmutzung durch die Industrialisierung und den wachsenden Wohlstand dieses verhindert.

Einen dunklen Himmel gibt es in Europa nur noch in dünn besiedelten Gegenden von Spanien, Südfrankreich und den skandinavischen Ländern. In Deutschland existieren ebenfalls einige wenige dunkle Regionen, in denen zunehmend Sternenparks entstehen. Die astronomische Arbeit ist in den meisten Regionen durch die künstliche Aufhellung des Nachthimmels stark behindert. Die Lichtverschmutzung hat aber auch erhebliche Auswirkungen auf die Biodiversität und die menschliche Gesundheit [http://www.bund-lemgo.de/Lichtverschmutzung%20%E2%80%93%20ein%20Umweltproblem.html]

Darkskyfriends sind aber auch tagsüber aktiv. So werden auf dieser Webseite zukünftig neben den Themen Astronomie und Lichtverschmutzung auch Themen wie Umweltschutz, Radioastronomie und Amateurfunk behandelt.

Dieses geschieht in Form von Veröffentlichungen, Vorträgen und einzelnen Beiträgen.

Der Betreiber dieser Seite war 10 Jahre Leiter der Sternwarte der Hochschule OWL und hat 6 Jahre eine Remote-Sternwarte auf der Anlage Observatoire Des Baronnies Provencales in Südfrankreich aufgebaut und betrieben. Er hat seit über 50 Jahren eine  Amateurfunk-Lizenz mit dem Rufzeichen DK2FT.

 

 

4 Gedanken zu „Eröffnung von „Darkskyfriends“

  1. dark sky friend

    Wieso verhindert der wachsende Wohlstand die Betrachtung der Milchstraße? Das Geld auf der Bank oder die Kreditkarte oder das Auto? Wie geht das?

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  2. Jochem Berlemann

    Hallo dark sky friend,

    der Stromverbrauch pro Kopf beträgt im reichen Norwegen ca. 21000 kWh im Jahr, im armen Tschad 8 kWh pro Jahr. Ca. 25% dieses Stromverbrauchs wird in Beleuchtung investiert. Das hat zur Folge, dass nachts von einem Satelliten die Beleuchtung der Wohlstandsländer sehr gut zu sehen ist. In Zentralafrika ist es dann vorwiegend dunkel (siehe auch das Satellitenbild im Vortrag Lichtverschmutzung in der Kategorie Lichtverschmutzung). Helles Licht in der Nacht hellt auch den Himmel auf. In Berlin kann man deshalb die Milchstraße nicht mehr beobachten. Dazu muss man in das benachbart Brandenburg fahren, wo es deutlich dunkler ist. Nicht, dass die Leute da ärmer sind, es ist einfach dünn besiedelt - ein weiterer Faktor bei der Lichtverschmutzung.

    J. Berlemann

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    1. dark sky friend

      Was machen denn die Norweger mit 21 TKWh im Jahr? Erst heizen sie, weil es so kalt ist, dann schalten sie die Lampen ein, weil sie weit im Norden sind - und am Ende fahren sie nach Brandenburg, um die Milchstraße zu beobachten????

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  3. Jochem Berlemann

    Also, erklären wir es mal anders: wenn man nächtliche Satellitenbilder von 1990 und von 2016 vergleicht, sieht man, dass die Lichtverschmutzung in den Ländern stark zugenommen hat, die eine positive Konjunkturentwicklung hatten. Das sind z.B. China, Taiwan, Japan, USA und Westeuropa. In Ländern mit stagnierender Entwicklung sieht man in dem Zeitraum keine Verstärkung der Lichtverschmutzung. Tragisch ist das Beispiel von Aleppo, wo durch den Krieg der Wohlstand stark zurückgegangen ist - ebenso wie die Lichtverschmutzung.

    J. Berlemann

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