„Blutmond“ des 28. September 2015

Das Ereignis

Am 28. September 2015 konnte in Deutschland eine totale Mondfinsternis mit einem "Blutmond" beobachtet werden. Mondfinsternisse entstehen häufiger als Sonnenfinsternisse. In Europa sind jedoch nicht alle diese Ereignisse sichtbar. Eine teilweise Verfinsterung ist häufiger zu beobachten als eine totale Finsternis. Eine totale Finsternis entsteht dadurch, dass bei Vollmond die Erde zwischen Sonne und Mond tritt und einen Schatten auf den Mond wirft, der den Mond vollständig bedeckt.

Der Mond erscheint in diesem Moment nicht vollständig dunkel, da Sonnenlicht durch die Erdatmosphäre gebrochen wird und der langwellige Teil (rotes Licht) auf den Mond trifft. Die Physik hinter diesem Ereignis wird ausfühlich auf Wiki erklärt https://de.wikipedia.org/wiki/Mondfinsternis. Die totale Finsternis des Jahres 2015 dauerte 73 min - von  4.11 Uhr bis 5.24 Uhr. Der Mond erschien besonders groß, da er sich in einer Entfernung von nur 356 000 km von der Erde befand (Perigäum). Das sind 50 000 km weniger als im erdfernsten Punkt (Apogäum).

Die Mystik

Das rote Licht des Mondes hat der Erscheinung im Volksmund den Namen "Blutmond" gegeben. Um diesen Namen ranken sich viele mystische Erzählungen und Deutungen wie der Weltuntergang, die Apokalypse.

Die Aufnahme

Die Aufnahme im Titelbild entstand in der Sternwarte "Darkskyfriends" an einem Refraktor mit 500 mm Brennweite und einer Canon EOS 5DMkII. Die Belichtungszeit betrug 13 s bei einer Empfindlichkeit von 400 ASA. Eine Nachführung des Teleskops ist bei dieser Belichtungszeit notwendig, um ein scharfes Bild zu bekommen. Die Blendenzahl k betrug 6,7. Bei voller Mondhelligkeit beträgt die Belichtungszeit nur 1/400 s.